Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung bietet die private Krankenversicherung ihren Versicherten weitaus mehr selbständige Entscheidungsmöglichkeiten. Beispielsweise kann ein privat Versicherter den behandelnden Arzt völlig frei wählen. Auch eine Chefarzt-Behandlung wird von einer privaten Krankenversicherung abgedeckt – nicht nur stationär im Krankenhaus, sondern auch ambulant.
Eine private Krankenversicherung bietet etliche zusätzliche Leistungen. Beispielsweise kann ein Facharzt ohne Überweisung konsultiert werden. Gesetzlich Versicherte müssen dagegen erst für eine Überweisung zu ihrem Hausarzt, während sich privat Versicherte diesen Weg sparen können. Werden vom Arzt Heil- oder Arzneimittel verschrieben, werden diese Medikamente von der privaten Krankenversicherung ebenfalls vollständig übernommen. Dagegen müssen Versicherte einer gesetzlichen Krankenversicherung zu den Medikamenten zuzahlen. Nur Sozialhilfeempfänger und Härtefälle kommen um diese Zuzahlung herum. Dabei ist die Zuzahlung von der Packungsgröße des Medikaments abhängig. Konsultiert man einen Heilpraktiker, werden von den meisten privaten Krankenversicherungen die Kosten dafür ebenfalls übernommen, was bei den gesetzlichen Krankenversicherungen nicht der Fall ist.
Die meisten privaten Kassen übernehmen nicht nur schulmedizinische Methoden, sondern auch wissenschaftlich nicht anerkannte Methoden wie beispielsweise die traditionelle chinesische Medizin. Verdient man ein Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze von 47.700 Euro jährlich (Stand 2007), ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung auch für Arbeitnehmer möglich. Selbstständigen, Freiberuflern und Beamten steht dies sowieso frei. Liegt ein Angestellter oder Arbeiter mit seinem Einkommen unterhalb dieser Grenze, kann er eine private Zusatzversicherung abschließen. Durch einen private Krankenversicherung Vergleich lässt sich schnell feststellen, welche Variante für das eigene Einkommen die beste Lösung ist.