Beamte, Freiberufler oder Selbständige können sich grundsätzlich privat krankenversichern. Auch wessen Einkommen die als die Beitragsbemessungsgrenze von 42.300 Euro pro Jahr überschreitet, kann eine private Krankenversicherung wählen.
Eine private Krankenversicherung hat viele Vorteile: Neben einem größeren Leistungsangebot und weltweitem Versicherungsschutz wird im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung häufig auch angeboten, Therapien zu wählen, die nicht zweifelsfrei wissenschaftlich erwiesen sind. Auch die Kosten für Heilpraktiker werden oft übernommen.
Privat versichert für bessere Leistungen
Hat man eine Familie, ist eine private Krankenversicherung nicht mehr billig. Der Beitrag für Kinder liegt zwischen 80 und 100 Euro pro Monat. Bei mehr als zwei Kindern ist eine private Krankenversicherung je nach Einkommen oft nicht mehr rentabel.
Außerdem ist ein erneuter Wechsel von einem privaten Anbieter zurück zur gesetzlichen Krankenversicherung meist nicht möglich. Auch wenn die niedrigen Einstiegstarife bei den Privaten sehr verführerisch sind, steigen im Alter die Beiträge rapide. Der Rückweg zur gesetzlichen Krankenversicherung ist dann aber meist nicht möglich, wodurch man an seine private Krankenversicherung gebunden bleibt.
Der Wechsel zu einer privaten Versicherung sollte also gut überlegt werden. Erst nach ausführlichen Vergleichen kann man sinnvoll entscheiden, was für sich selbst sowie gegebenenfalls für die Familie oder Kinder am besten ist.
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